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Neuanstrich Flüssiggasbehälter: Ablauf der Arbeiten

Wenn Ihr Behälter einen neuen Korrosionsschutzanstrich braucht – festgestellt anläßlich der letzten Äußeren bzw. Inneren Prüfung vom Gaslieferanten oder der verantwortlichen zugelassenen Überwachungsstelle (z.B. TÜV) – beauftragt uns Ihr Versorgungsunternehmen mit den erforderlichen Arbeit.

Sie können uns die Arbeit erleichtern

Wenn wir zu Ihnen kommen, melden wir uns an: 10 bis 14 Tage im Voraus. Unser Mitarbeiter meldet sich an der Haustür. Reagiert niemand auf sein Klingeln, begibt er sich selbst auf die Suche nach dem Flüssiggasbehälter und überprüft, ob dieser frei zugänglich ist. Wir hoffen, Sie haben dafür Verständnis, denn wir müssen unsere Arbeiten auch dann durchführen, wenn Sie nicht zuhause sind.

Am besten und schnellsten können wir arbeiten, wenn der Behälter frei zugänglich ist, d.h. nicht eingeschlossen, zugestellt oder zugewachsen. Lesen Sie deshalb bitte vor unserem Besuch die Aufstellungshinweise für Flüssiggastanks (jeder Kunde erhält diese von seinem Versorgungsunternehmen). Grundsätzlich müssen Behälter so aufgestellt sein, dass genügend Raum für Instandhaltungs- und Reinigungsarbeiten sowie Flucht- und Rettungswege vorhanden ist. In der Regel sollte ein Abstand von einem Meter eingehalten werden. In begründeten Einzelfällen ist ein Abstand von 0,5 Meter zulässig.

Um den Behälter von allen Seiten bearbeiten zu können, müssen unsere Mitarbeiter auch mal zur Gartenschere greifen. Ist der zeitliche Aufwand vertretbar, bereiten sie selbst den Arbeitsplatz vor: schneiden Hecken leicht zurück, entfernen Gegenstände oder beseitigen Unkraut. Sie sind jedoch keine Landschaftsgärtner und können manchmal Unkraut nicht von Zierpflanzen unterscheiden.

Ist der Aufwand zu hoch, setzen sie – unverrichteter Dinge – ihre Tour zum nächsten Kunden fort. Unsere Disposition meldet sich anschließend bei Ihnen, um einen neuen Termin zu vereinbaren. Eine solche Fehlfahrt verursacht zusätzliche Kosten: bei uns, bei Ihrem Versorgungsunternehmen und schließlich auch bei Ihnen. Deshalb nochmals unsere Bitte: Ermöglichen Sie uns den Zugang zum Behälter am angekündigten Tag – und zwar so, dass wir unsere Arbeiten durchführen können.
Wir planen unsere Aufträge 10 bis 14 Tage im Voraus und versuchen, auf Basis der langfristigen Wetterprognose eine optimale Tourenplanung aufzustellen. Dabei müssen wir viele Faktoren berücksichtigen. Das Wetter lässt sich zwei Wochen vor Termin leider nicht zuverlässig vorhersagen.

Grundsätzlich können wir uns mit wasserdichten Planen, die wir abhängig von der Aufstellung des Behälters befestigen, eine akzeptable Arbeitsumgebung für Anstricharbeiten schaffen. Unsere Farbsysteme sind so eingestellt, dass wir auch bei Temperaturen bis minus 8 Grad eine gute Haftung des Materials garantieren können (Winterlack). Trotzdem müssen wir häufig Anstrichtermine witterungsbedingt absagen. Auch dafür bitten wir um Ihr Verständnis.
Bei der Instandsetzung von lackierten Objekten im Freien entstehen – durch das Abgtragen der Altlackierung – Rückstände. Dieser Schleifstaub ist, so bestätigen uns die Lackhersteller und ausführenden Unternehmen, bei den wir uns regelmäßig rückversichern, umweltverträglich. Die abgetragene Altlackierung ist ein 100%iger Lackfestkörper, bestehend aus Bindemittel (Harze) und farbtongebender Pigmentierung. Die weißen Farbtöne (Titandioxid = Weißpigment), aber auch die Pastellfarben (wie hellgrün) basieren auf sogenannten inerten Pigmenten, die keine Gefahr für Boden, Flora und Fauna darstellen. „Titandioxid = Weißpigment“ beispielsweise ist in unserem normalen Konsumverhalten allgegenwärtig: als Bestandteil von Kosmetika, Zahnpasta oder Sonnencreme.

Wir möchten trotzdem so wenig Staub zurücklassen wie möglich. Theoretisch ist das machbar: mithilfe einer Absaugvorrichtung für unsere handgeführten Schleifmaschinen. Der zusätzliche Aufbau größerer Maschinen würde allerdings unsere Arbeiten erheblich erschweren, vor allem aber die Arbeiten an der Behälterunterseite, den Behälterfüßen, den Rohrleitungen und den Armaturen unmöglich machen. Das ist zumindest der heutige Stand. Wir arbeiten ständig an neuen Lösungen. Am intensivsten beschäftigt uns die Umweltverträglichkeit unserer Leistungen.
Bevor unser Mitarbeiter mit seiner Arbeit beginnt, dokumentiert er den aktuellen Zustand Ihres Flüssiggasbehälters. Anhand der ausführlichen Fotodokumentation lassen sich später einzelne Arbeitsschritte und Arbeitsbedingungen gut nachvollziehen.

Als Erstes müssen der Altlack und alle Aufkleber abgetragen werden, damit der neue Schutzanstrich hält. Je nach Zustand entscheidet unser Mitarbeiter vor Ort, ob der Behälter zuerst gewaschen wird, um den Schleifaufwand abschätzen zu können. Waschwasser und ein Stromgenerator gehören zu unserer Ausrüstung. Unsere Arbeit vereinfachen würde es allerdings, wenn wir Waschwasser und Strom bei Ihnen vor Ort abzapfen könnten. Sie sind jedoch nicht verpflichtet, uns diese Möglichkeiten zu eröffnen. Treffen wir Sie nicht an, nutzen wir unsere eigene Ausrüstung. Mit Hilfe von Planen fangen wir so viel Schleifstaub wie möglich auf. Gegen starken Wind können wir allerdings wenig ausrichten.

Ist der Behälter abgeschliffen, tragen wir Grundierung und Farbe auf. Dort, wo der Behälter bis auf das Metall abgeschliffen ist, bringen wir die Grundierung etwas dicker auf. Am Behälterstandort können wir platzbedingt mit der geraden und starren Fläche unserer Schleifmaschine die Korrosion nicht vollständig entfernen. Rückstände bleiben z.B. an und um
  • die Armaturen
  • die Behälterinnenfüße
  • den Behälterflansch
Mit unseren Sandstrahlgeräten, die wir in unserer geschlossenen Sandstrahlhalle in Dortmund einsetzen, können wir alle korrodierten Stellen abtragen.

Sehr tiefe Korrosion (in der Regel an älteren Behältern) können wir nicht komplett entrosten und auch keine Garantie dafür übernehmen, dass der Behälter innerhalb der nächsten Zeit nicht wiederholt rostet. Ist die Korrosion so weit fortgeschritten, dass ein Werkstoffabtrag sichtbar ist, empfehlen wir aus Sicherheitsgründen einen Behältertausch.

Abschließend kleben wir alle erforderlichen Etiketten auf:
  • Betriebsanweisung
  • Warnhinweise
  • ggfs. Werbebeschriftung (inkl. Logo) des Versorgungsunternehmens
Ist der Behälter nicht Ihr Eigentum, sondern gemietet, müssen Sie die Werbung des Gaslieferanten auf dem Behälter zulassen. Denn wir handeln in seinem Auftrag. Möchten Sie dennoch nicht, dass wir den Tank mit Werbung versehen, bestätigen Sie uns dies bitte mit Ihrer Unterschrift im Auftragsformular. Unsere Arbeit ist erst dann erledigt, wenn wir auch aufgeräumt haben. Den entstandenen Müll nehmen wir selbstverständlich mit.